01.02.2010Datenbankkonsolidierung von 120 auf 1
Landesbetrieb Hessen-Forst setzt auch im Wald auf modernste IT
Von der Bewirtschaftung des Staatswaldes bis zum Verkauf von Wildbret reichen die Leistungen des Landesbetriebs Hessen-Forst, der mit seinen 41 Forstämtern und rund 440 Revierförstereien jährliche Einnahmen von an die 200 Mio. Euro erwirtschaftet. Für die reibungslose Abwicklung des Geschäftsbetriebes sorgen neben der zentralen SAP-Lösung des Landes Hessen seit vielen Jahren die selbst entwickelten forstwirtschaftlichen Spezialanwendungen. Statt wie früher auf 120 lokale Gupta-SQLBase-Datenbanken greifen diese jedoch heute nur noch auf eine einzige zentral gemanagte Oracle-Datenbank zu. Möglich wurde die reibungslose Datenbankkonsolidierung durch den Einsatz der „Virtual private Database“-Funktion von Oracle in einem Migrationsprojekt von fecher.
Seit 1999 lief die Anwendung Holzerfassung und –vermarktung dezentral in den damals 120 hessischen Forstämtern und speicherte alle Daten in lokalen Installationen von Gupta-SQLBase. Allerdings waren so keine forstamtsübergreifenden Auswertungen möglich. Deshalb sorgten nächtliche Replikationsläufe über Dial-In-Verbindung dafür, dass die Daten sämtlicher Dienststellen zusätzlich in einer zentralen Oracle-Datenbank konsolidiert zur Verfügung standen. Über diesen Mechanismus konnten auch Stammdaten etwa von zentral gepflegt und an die einzelnen Installationen verteilt werden.
Mitte 2007 fiel die Entscheidung, die technologisch überholten SQLBase-Installationen durch direkten Zugriff auf die bereits vorhandene Oracle-Datenbank zu ersetzen. Damit würden sich die operativen Zugriffe beschleunigen und übergreifende Auswertungen sowie Stammdatenpflege ohne den Umweg über eine aufwändige Replikation durchführen lassen, lautete die Hoffnung der Verantwortlichen. Für die Umsetzung holte sich das IT-Team von Hessen-Forst Unterstützung beim Beratungs- und Softwarehaus fecher, das zu diesem Zeitpunkt bereits auf Erfahrungen aus zahlreichen Gupta-Migrationsprojekten zurückgreifen konnte.
Im Herbst 2008 war das Projekt abgeschlossen und ließ so manchen IT-Mitarbeiter bei Hessen-Forst aufatmen. „Die Betreuung hat über die Jahre doch einen sehr großen Aufwand gemacht“, ist Stephan Karger, Sachgebietsleiter Fachverfahren bei Hessen-Forst, überzeugt. „Den können wir uns heute völlig sparen und haben trotzdem alle Daten in Echtzeit sowohl für die Forstämter als auch für Auswertungen verfügbar.“
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